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BMBF-Bekanntmachung: "Organische Leuchtdioden - Phase II"

Richtlinien über die Förderung zum Themenfeld "Organische Leuchtdioden - Phase II" im Rahmen der Förderprogramme "Optische Technologien" und "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING"

Ziel der Maßnahme

Das BMBF unterstützt mit der Fördermaßnahme "Organische Leuchtdioden - Phase II" Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Erforschung und Entwicklung dieser neuartigen Lichtquellen. Die Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, das erhebliche Marktpotenzial der Technologie zu erschließen und sich mittel- und langfristig eine internationale Spitzenposition am Weltmarkt zu sichern.

Gegenstand der Förderung

Förderfähig sind grundlegende, anwendungsorientierte Forschungsarbeiten des vorwettbewerblichen Bereichs, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind.

  • OLED-Materialien: Ein wichtiger Faktor für die Erzeugung weißen Lichts mit OLED ist die Erzielung einer hohen Effizienz. Zusätzlich ist für die meisten Anwendungen eine gute Farbwiedergabe (CRI>80) gefordert.
  • Prozess- und Strukturierungstechniken: Hier sind Forschungsarbeiten zu neuartigen Beschichtungsverfahren gefragt, um mit hohen Ausbeuten, hohem Durchsatz und geringen Investitionskosten die für die Anwendung anzustrebenden geringen Herstellungskosten zu verwirklichen. Bei Beleuchtungsanwendungen sind beispielsweise für eine aussichtsreiche Kommerzialisierung Herstellungskosten von weniger als 0,1€ pro Quadratzentimeter Leuchtfläche erforderlich.
  • Verkapselung: Die Qualität der Verkapselung der OLED gegen Wasser und Sauerstoff ist wesentlich für eine lange Lebensdauer der Bauelemente. Dies betrifft insbesondere ultradünne und flexible Bauelemente, bei denen eine entsprechende Verkapselungstechnologie beispielsweise für Polymer-Substrate zu erforschen ist.
  • OLED-Aufbau: Um die benötigten hohen Effizienzen zu erreichen, ist nach wie vor eine Erforschung des grundlegenden Aufbaus der OLED erforderlich. Verbesserte Schichtstapel sowie Konzepte zur Ausnutzung von strahlungslosen Übergängen sind hier zu nennen.
  • Lichtauskopplung: Um die in der OLED erzeugten Photonen tatsächlich auch nutzen zu können, ist ihre Auskopplung aus dem Schichtstapel erforderlich. Um hier hohe Effizienzen zu gewährleisten, sollen geeignete Strukturen bzw. Schichtsysteme erforscht werden.
  • OLED-Bauteile: Das wesentliche Charakteristikum der OLED ist ihre Eigenschaft, Licht flächig abzustrahlen. Die Nutzung dieser oder anderer der besonderen Eigenschaften der OLED, z.B. "großflächig" oder "ultradünn/flexibel" oder aber "transparent", wird für die Vermarktung von OLED-Produkten wesentlich sein.
  • OLED-Anwendungen: Der im Rahmen der ersten Förderphase erreichte technologische Status macht OLED-Bauteile für erste Anwendungen verfügbar. Zur Integration von OLEDs in Displays, Leuchten und Beleuchtungsanwendungen sind Arbeiten zu den entsprechenden Anwendungen notwendig

Adressaten der Fördermaßnahme

Die Förderung zielt ab auf durch Unternehmen geführte Verbundprojekte der Forschung und Entwicklung zu Produkten und/oder Verfahren. Die Vorhaben sollen entlang der Wertschöpfungskette strukturiert sein. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (mit Sitz und Ergebnisverwertung in Deutschland), Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Art und Umfang der Zuwendungen

Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. Es wird eine angemessene Eigenbeteiligung der Unternehmen - grundsätzlich mindestens 50% - erwartet.

Zuwendungsverfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe sind zunächst dem Projektträger bis spätestens 15.12.2008 Projektskizzen vorzulegen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Verspätet eingehende Projektskizzen können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.
Projektskizzen sind einzureichen beim vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragten Projektträger:

VDI Technologiezentrum GmbH
- Projektträger Optische Technologien -
Peter-Müller-Strasse 1
40468 Düsseldorf

Das VDI Technologiezentrum ist außerdem Ansprechpartner für alle Fragen zur Abwicklung der Bekanntmachung.

Ansprechpartner:
Lars Unnebrink
Tel.: 02 11 / 62 14 - 598
Fax: 02 11 / 62 14 - 484
E-Mail: unnebrink@vdi.de

Quelle: Pressemitteilung BMBF